Sturmschäden 18. Januar 2018: Alle Mann an Deck!

Lesezeit: 5 Minuten

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Sturmschäden 18. Januar 2018: Alle Mann an Deck!

Edwin Rijsdijk

Manager | Consultant, Van Ameyde Benelux

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Der Sturm vom 18. Januar 2018 war der schwerste, den die Niederlande in den vergangenen 25 Jahren erlebt haben. Bei Van Ameyde Niederlande wurden bisher für diesen Tag 10.000 Gebäude- und Hausratschäden gemeldet. Das sind genauso viele Meldungen wie normalerweise in zwei Monaten.

Der Sturm hat komplette Dächer verwüstet, in manchen Fällen sogar von mehreren Gebäuden gleichzeitig. Entwurzelte Bäume stürzten auf Autos und Häuser. Herumfliegende Dachpfannen und Schuttteile sorgten für weitere Schäden.

Die Zahl der Schadensmeldungen ist extrem hoch. Am Tag selbst riefen 2.834 Kunden an. In der Spitzenzeit wurden innerhalb von 15 Minuten 165 Telefonate geführt. Um allen Betroffenen Rede und Antwort stehen zu können, sprangen Teams aus anderen Schadensabteilungen sowie die Geschäftsleitung und Kollegen aus dem Bereich Business Development ein.

Empathie und nützliche Ratschläge

Der Anblick seines stark beschädigten Hauses, Betriebs oder Autos ist nicht so leicht zu verkraften. Betroffene geraten häufig in eine unsichere Situation und der Schreck sitzt ihnen im Nacken. Vielleicht haben sie bereits versucht, das eine oder andere provisorisch zu reparieren oder Schutt zu beseitigen. Unsere Mitarbeiter für die Schadensabwicklung haben das immer im Hinterkopf. Daher ist es sehr wichtig, dem Kunden aufmerksam zuzuhören. Anschließend beraten wir den Kunden darüber, wie der Schaden am besten abgewickelt werden kann. In manchen Fällen können wir sofort zahlen oder zumindest einen Vorschuss gewähren. Häufig organisieren wir einen Reparaturbetrieb, so dass sich der Kunde nicht selbst um die Reparatur kümmern muss.

Mobil steigert Effizienz

Die Beurteilung von Schäden ist heutzutage viel einfacher, da die Betroffenen mit ihren Smartphones Fotos machen und uns zukommen lassen können. Unsere Mitarbeiter für die Schadensabwicklung versuchen bereits während des Telefonats, sich einen möglichst umfassenden Eindruck zu verschaffen. Sie kontrollieren sofort die Deckung der Police und, sollte der Anlass gegeben sein, Hinweise auf Betrug. Dadurch müssen Sachverständige nur für die größeren und komplexen Schäden eingesetzt werden. Auf diese Weise verkürzen wir die Bearbeitungszeit.

Wintersturm Friederike in Europa

Die Auswirkungen des Sturms waren nicht nur in den Niederlanden spürbar. In Deutschland bekam der Sturm wie üblich einen Frauennamen: Friederike. Auch unsere Niederlassungen in Belgien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Skandinavien sind mit der Bearbeitung dieser zusätzlichen Schäden voll ausgelastet.

Katastrophenbetrieb  AIR Worldwide schätzt die von Friederike verursachten Gesamtkosten auf 1,3 bis 2,6 Milliarden Euro. Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Belgien und die Niederlande wurden am schwersten getroffen.

Prognose Sturmschäden in den Niederlanden

In den Niederlanden fällt der größte Teil des Schadens unter die Gebäude- und Hausratversicherung sowie die Geschäftsinhaltsversicherung. Doch auch im Kraftfahrzeug-, Transport- und Haftpflichtbereich gehen viele zusätzliche Schadensmeldungen ein.

Laut dem Verbond van Verzekeraars (Verband der Versicherer) belaufen sich die Schäden an Wohngebäuden und Autos auf gut 90 Millionen Euro. Schäden an öffentlichen Einrichtungen, Betrieben und in der Landwirtschaft sind darin noch nicht inbegriffen. Für den Großkundenmarkt gibt der VNAB, der Branchenverband der Versicherer im Geschäftskundenbereich, eine erste Schätzung in Höhe von 30 Millionen Euro ab. Erwartungen zufolge werden diese Beträge noch steigen. Ausgehend von den heutigen Zahlen ist dieser Sturm vorläufig der drittteuerste dieses Jahrhunderts.

Quote
Edwin Rijsdijk

Van Ameyde Germany

Van Ameyde Austria

Van Ameyde Switzerland

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